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Londoner Rembrandt-Sammler stellt in Barth aus
Meisterwerke des niederländischen Malers an der Ostseeküste zu bewundern
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Rembrandt in Barth. Der Londoner Neil Kaplan stellt seine umfangreiche Privatsammlung dem Vineta-Museum der Boddenstadt zur Verfügung. 45 „Meisterwerke der Radierkunst“ zeigt die Ausstellung bis Anfang Juni anlässlich des Rembrandt-Jahres 2006. Das Barther Museum ist die letzte Station nach dem Museum der Stadt Güstrow, dem Stadtmuseum Zweibrücken und dem Städtischen Museum Zwickau, denen Kaplan großzügig seine Sammlung zur Ausstellung überlässt. Mit der Realisierung dieses Projekts geht für den Juristen und Kunstfreund Kaplan ein Wunsch in Erfüllung. „Nämlich meine Freude und Leidenschaft an den einzigartigen Werken Rembrandts mit einer breiten Öffentlichkeit zu teilen, die so Gelegenheit erhält, einem der bedeutendsten Künstler der Menschheitsgeschichte zumindest in einem kleinen Ausschnitt seines Schaffens ganz nahe zu kommen“, sagt Neil Kaplan im Vorwort zum Ausstellungskatalog, der in Kooperation der vier Museen entstand.

Bereits in jungen Jahren interessierte sich der Londoner Jurist für Kunst. „Um das Jahr 1971 herum wurde ich zum ersten Mal auf Rembrandts graphisches Werk aufmerksam. Während eines Besuchs bei Bekannten führte man mich in einen Raum voller Rembrandt-Radierungen“, so der Liebhaber. Mit gewonnenem Geld kaufte er mehr als zehn Jahre später sein erstes Sammlerstück: „Selbstbildnis mit Saskia“. Im Laufe eines Vierteljahrhunderts baute er eine Sammlung auf, die den Vergleich mit dem Rembrandt-Bestand des British Museum nicht scheuen muss.

Mit der Exposition wird ein umfassender Einblick in das graphische Werk Rembrandts geboten, mit der sich der niederländische Künstler zurecht als „Magier der Radierkunst“ einen Namen gemacht hat. „Seine künstlerische Ausdruckskraft fesselt bis heute die Menschen“, so Dr. Melanie Ehler, Leiterin des Vineta-Museums. Einerseits seien es vor allem die Themen und Motive, der schonungslose Blick auf den Menschen sowie die Trivialität des Alltags, denen er bildhafte Gestalt verlieh.

Andererseits lasse Rembrandt gerade mit seinem graphischen Werk seine Epoche – das Zeitalter des Barock in den Niederlanden – lebendig nacherleben. In der Schau werden ausschließlich Originalblätter gezeigt, die sonst der Öffentlichkeit gar nicht zugänglich sind. Neben Selbstbildnissen Rembrandts in unterschiedlichen Lebensaltern sind Darstellungen aus dem Neuen und Alten Testament zu sehen.  „Rembrandt besaß eine spezielle Malweise, Pinselführung und Lichtauffassung. Er bricht aus der damaligen Maltradition heraus. Mit wenigen kühnen Strichen schafft er bei seinen Graphiken eine große Naturalistik, was für seine Zeit sehr modern war“, so Ehler. Der Betrachter soll in der Ausstellung die Zeit Rembrandts durch die gezeigten Bilder nachspüren können, wobei auch die Malschule und Werkstatt Rembrandts ebenso einen Teil der Präsentation einnehmen wie seine Malerkonkurrenz. Die Ausstellung ist bis zum 5. Juni von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr im Vintea-Museum in Barth zu sehen.

 

Quellen und Links:

Vineta-Museum Barth

Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst

 

Fotos:

Reproduktionen aus dem Katalog zur
Ausstellung "400 Jahre Rembrandt - Meisterwerke der Radierkunst"

 
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