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Mozarts Musik für Mecklenburgs Monarchen
Mozart komponiert für Charlotte und Georg-August von Mecklenburg-Strelitz
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Das musikalische Genie Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) komponierte schon als Kind für mecklenburgische Herrschaften. Auch wenn Wien und Salzburg die historische Heimat der Komponisten-Legende sind, so kreuzen sich die Wege seines Schaffens auch mit denen des mecklenburgischen Hochadels. Und das gleich in zweifacher Weise: Prinzessin Sophie Charlotte zu Mecklenburg Strelitz, geboren im mecklenburgischen Mirow, heiratete im Jahr 1761 König Georg III. und wurde damit Königin von Großbritannien und Irland. Drei Jahre später traf die Mecklenburgerin zum ersten Mal mit Mozart zusammen. Der deutsche Komponist Leopold Mozart kam im April 1764 an den englischen Hof um seine hochbegabten Kinder, Amadeus und Nannerl, dem Königshaus zu präsentieren. Die für ihre Aufgeschlossenheit bekannte und beliebte Königin Sophie Charlotte bat die Kinder gleich am nächsten Tag um eine Privatvorstellung. Da eine so schnelle persönliche Begegnung eher die Ausnahme war – in Frankreich muss die Familie über sechs Wochen warten – entwickelte sich schnell ein freundschaftliches Verhältnis zwischen der Mozartfamilie und dem englischen Hof. Seiner in Mirow in Mecklenburg geborenen Majestät Charlotte, Königin von Großbritannien und Irland, widmete Mozart sechs Sonaten für Klavier und Flöte (KV 10-15).

Nicht nur die britische Königin ehrte Mozart mit einem Musikstück, sondern auch Herzog Georg August von Mecklenburg-Strelitz (1748-1785). Zum Anlass seines und des Todes seines Logenbruders Graf Franz Esterhazy wurde die Maurische Trauermusik (KV 477) von Mozart am 17. November 1785 in der Wiener Freimaurerloge gespielt. Mozart hatte das Werk offenbar schon im Juli in sein Werkverzeichnis eingetragen, aufgeführt wurde es aber erst anlässlich der Trauerfeier. Das Stück gilt als eine Gelegenheitskomposition höchsten Ranges und als Höhepunkt seiner Freimaurermusik. In wie fern Mozart und der mecklenburgische Herzog Georg August in einem persönlichen Verhältnis standen, ist heute nur schlecht nachvollziehbar. Es ist jedoch stark anzunehmen, dass sie sich in den Wiener Freimaurerlogen des öfteren begegnet sind und sich daher ideologisch sehr nahe standen.

Quellen und Links:

Mecklenburg-Magazin, 31/2006, 37/2006
www.mozart.at

 
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