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Silbermedaille für Schweriner Kunstglaser
Exponat aus Schwerin 1904 auf Weltausstellung prämiert
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Auf der Weltausstellung in St. Louis im Jahr 1904 präsentierte sich ein Schweriner Glaser erfolgreich im Bereich Kunstgewerbe. Vermutlich war er sogar der einzige Handwerker aus Mecklenburg und gewann vor bayerischer und sächsischer Konkurrenz eine silberne Medaille.

Kunstglaser Rudolf Christian Carl Königsberg stellte in St. Louis ein verbleites Opalglasfenster mit einem mecklenburgischen Dorfmotiv aus. Schon zwei Jahre zuvor hatte die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika der Berliner-Regierung eine Einladung für die Weltausstellung ausgesprochen. Über die mecklenburgische Handwerkskammer mag der Kunstglaser davon erfahren haben. Der am 19.09.1867 in Crivitz geborene Handwerker studierte viele Jahre in Amerika. Dort muss er seine Fertigkeiten im Umgang mit Glas ausgebaut haben.

Ab 1903 führte Königsberg eine eigene "Kunstgewerblichen Werkstatt für Glasdecoration" in Schwerin. Seine Spezialgebiete waren Blei- und Messingverglasungen in amerikanischem Crystall- und Opalescentglas (gewälztes Glas, das sich durch seine Marmorierung auszeichnet). Auch in Schwerin muss Königsberg ein gefragter Kunsthandwerker gewesen sein, da man ihn auch in der Heimat gleich mehrfach mit Auszeichnungen dekorierte, etwa mit der Goldmedaille auf der Allgemeinen Mecklenburgischen Landesausstellung. Die bekannten Glasbilder in der Schweriner Friedensstraße, Sitz der Handwerkskammer (Bild 1 und 3), sind unter anderem eine Schöpfung des Kunstglasers Königsberg.


Quelle und Links:

Mecklenburg-Magazin, Nr. 47/2006

Handwerkskammer Schwerin

Fotos:

Bild 1: Abbildung der drei Kunstfenster von Königsberg in der Schweriner Friedensstraße (Gebäude der Handwerkskammer)

Bild 2: Briefsiegel der Glaserei Königsberg

Bild 3: Kunstfenster im Treppenhaus der Handwerkskammer Schwerin

Bild 4: Geschäftsanzeige des Kunstglasers

Bild 5: Briefkopf Königsbergs

(mit freundlicher Genehmigung der Handwerkskammer Schwerin)

 
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