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Unter Wasser auf Schatzsuche
Hat Barther Reeder ersten Taucheranzug konstruiert?
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Von wegen Mecklenburg hängt der Entwicklung immer 50 Jahre hinterher... Bismarck wird wohl, als er dies aussprach, von Peter Kreeft nichts gewusst haben. Jener Barther Kapitän soll einen   geschlossenen Taucheranzug entwickelt haben, etwa 30 Jahre vor den Gebrüdern Deane, die heute als dessen Erfinder (1828) gelten.

Der Mecklenburger war schneller: Schon 1800 probierte er den Anzug unter Zeugen am Barther Bodden aus. Fünf Jahre später hat ein Schaulustiger seine Beobachtungen niedergeschrieben. Er wohnte offenbar dem Tauchgang Peter Kreefts bei, der sich, um Kupferplatten aus einem Wrack zu bergen, in die Fluten wagte. Die Anzugkonstruktion war äußerst innovativ.  Um ein Eindringen des Wassers zu verhindern, war er geschlossen. Der Helm bestand aus Eisenstangen, überzogen mit wasserdichtem Leder. Nützliche Extras fügte Kreeft hinzu: eine Sprechverbindung hielt Kontakt zur Oberfläche und ein Schlauch, der die verbrauchte Luft transportierte, neben dem, der frische Luft zuführte, sorgten für bis dahin unbekannten Tauch-Comfort.

Kreeft entwickelte seinen Taucheranzug weiter und führte ihn wenig später auch in der Hansestadt Stralsund vor. Inzwischen hatte er in die Stiefelsohlen Bleiplatten eingearbeitet, um den Auftrieb zu verhindern – eine Methode, die noch im 20. Jahrhundert Verwendung fand.

Kreeft war ein Reeder und Kaufmann und wohnte am Barther Marktplatz. Er selbst mag Nutzen aus seiner Erfindung gezogen haben, unter Wasser wandernd, hat er womöglich manchen Schatz geborgen. Leider hat er kein Patent angemeldet, so blieb ihm der Ruhm verwehrt.

Quellen und Links:

Stadt Barth

Kultur-Portal Mecklenburg-Vorpommern
Landesportal Mecklenburg-Vorpommern

 
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