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Tore zur Welt
Internationaler Flugverkehr in Mecklenburg-Vorpommern
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Ein Staatspräsident nach dem anderen schreitet den roten Teppich entlang in Richtung Flughafenterminal. Die Rede ist nicht etwa von Berlin oder New York, sondern von Meck len burg-Vorpommerns Regionalflughafen Rostock-Laage. Hier wurden die Staatsoberhäupter im Juni 2007 von Ministerpräsident Harald Ringstorff empfangen, bevor sie zum Weltwirtschafts treffen nach Heiligendamm weiterfuhren.

Seit 1993 werden in Laage, südlich der Hansestadt Rostock, Fluggäste abgefertigt, die nationale und internationale Ziele ansteuern. Inzwi - schen hat sich der ehemalige Militärflugplatz zu einem Verkehrsknotenpunkt im Norden entwickelt. Charterflüge bringen Weltenbummler nach Ungarn, Ägypten oder Griechenland. Jährlich genießen etwa 180. 000 Passagiere den Service im modernen Terminal, der 2005 eröffnet wurde.

Nach der »Wende« übernahm zunächst die Bundeswehr den Flugplatz, aber schon 1992 wurde ein Vertrag für die zivile Mitnutzung abgeschlossen. Ein Jahr später wurden von der 1000 Hektar großen Gesamtfläche ca. 60 Hektar für den zivilen Bereich freigegeben. Bis heute ist diese militärisch-zivile Zusammenarbeit im Flugverkehr in Deutschland einmalig. Seit 2004 starten die »Eurofighter« der Bundeswehr hier zu ihren Trainingsflügen. Von 1995 bis 2005 war Rostock-Laage außerdem ein Umschlagplatz  im Nachtflugnetz der Deutschen Post AG.

Der Flughafen ist nicht Mecklenburg-Vorpommerns einziges Tor zur Welt. Auch von Parchim und Neubrandenburg-Trollenhagen aus starten Urlaubsflieger regelmäßig nach Bulgarien, Griechenland oder in die Türkei. Parchim knüpft in Zukunft sogar ganz besondere Verbindungen in den Fernen Osten. Die chinesische Firma Link Global Logistics hat den dortigen Flughafen im Mai 2007 übernommen. Dies war das erste Mal, dass ein chinesisches Unter nehmen die Betriebserlaubnis für einen europäischen Flughafen erwarb. Neben Frachtflügen aus der zentralchinesischen Stadt Zhengzhou mit etwa 7 Millionen Einwohnern erwägt der Investor auch die Einrichtung einer wöchentlichen Passagierflugverbindung. Dann könnte es bald in der chinesischen Wartehalle heißen: »Reisende mit dem Ziel Mecklenburg-Vorpommern werden gebeten, sich am Gate einzufinden.«

 
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