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Mecklenburgs Name für Madeiras Souvenir
Madeira-Mitbringsel trägt Namen von Mecklenburg-Strelitz
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Genau genommen kauft jeder Tourist auf Madeira und auf Trinidad und Tobago mit deren Andenken auch ein Souvenir aus Mecklenburg-Vorpommern. Für viele Kanarenurlauber, aber auch für Besucher von Trinidad und Tobago ist die so genannte Paradiesvogelblume das perfekte Mitbringsel, dass den sonnigen Urlaub noch ein wenig ins heimische Wohnzimmer holt. Sicher verpackt in hübscher Holzschachtel geht so manche von ihnen von den Urlaubsinseln aus im Gepäck der Touristen auf große Reise. Viele der Souvenirkäufer halten die Kanarischen und die Westindischen Inseln auch für die Heimat des anmutigen Gewächses, dessen Blüte dem Kopfschmuck eines prächtigen Paradiesvogels ähnelt. Seine Geschichte beginnt allerdings am ganz anderen Ende der Welt.

Ihren Ursprung hat die Paradiesvogelblume eigentlich auf dem heißen afrikanischen Kontinent. Südafrika, Füllhorn an botanischen Raritäten, beheimatet allein 10 Prozent aller Blütenpflanzen, so auch die bezaubernde Blume mit den sonnengelb und violett leuchtenden Blüten.

Im Jahre 1772 entdeckte der Pflanzensammler Francis Masson das paradiesische Bananengewächs am Kap der Guten Hoffnung. Mit dem Seefahrer James Cook war Masson im Auftrag des berühmten Naturwissenschaftlers und Botanikers Joseph Banks nach Südafrika gereist. Banks war seinerseits Mitglied der Royal Society und damit direkt der britischen Krone unterstellt. Die damalige Regentin des Britischen Empires, Königin Charlotte selbst hatte großes Interesse an der Botanik und unterstützte Banks' Unternehmen.  Der Wissenschaftler zeigte sich äußerst beeindruckt von der prachtvollen Pflanze und benannte sie zu Ehren seiner Blumenkönigin  „strelitzia reginae“, in Anlehnung an deren Herkunft.  Die so genannte „Queen of Botany“ entstammte dem Hause Mecklenburg-Strelitz und war 1761 mit dem britischen König Georg III. verheiratet worden.

Königin Charlotte ließ ihre Familie in Mecklenburg-Strelitz an ihrer Freude teilhaben und machte ihrer Heimat eine Staude der Strelitzie zum Geschenk. Vier Jahre später erblühte die Blume auch hier – zum ersten Mal auf deutschem Boden. Die Stadt Neustrelitz, ehemalige Residenzstadt des Großherzogtums Mecklenburg-Strelitz, benannte im Jahr 1995 die strelitzia reginae offiziell zur Blume der Stadt. Genau genommen bringt also jeder Madeira-Tourist mit seinem paradiesischen Andenken an den Urlaub auch ein Stück Mecklenburg-Vorpommern mit nach Hause.

 

Quellen und Links:

Jipp, K. E.: Neustrelitz und Strelitzie

mecklenburg-strelitz.de

neustrelitz.de

 

Fotos:

Strelitzie (Stadt Neustrelitz)

 
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