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Proviant für Lord Nelson
Hoher britischer Besuch läuft 1801 in Warnemünde ein

Dicht gedrängt stehen unzählige Warnemünder und Rostocker am Pfingstsonntag 1801 an der Kaikante des Ostseebades. Kein Geringerer als der englische Admiral Nelson gab sich an der Warnowmündung die Ehre. Von dem Linienschiff St. George aus, das 120 Kanonen führte, kommandierte der Seemann die englische Flotte, die nach ihrer erfolgreichen Seeschlacht vor Kopenhagen nun auf Reede von Warnemünde vor Anker lag. Ganze zwei Wochen erholten sich die Engländer vor dem Ostseebad von den Strapazen des Seekrieges und die Mecklenburger strömten in Scharen nach Warnemünde, um das ungewöhnlichen Schauspiel nicht zu verpassen. Nelsons Truppen sollen die Neugierigen gern und freundlich auf ihren Schiffen empfangen haben.

 

Auch der Herzog von Mecklenburg-Strelitz höchstselbst, Karl Ludwig Friedrich, ließ es sich nicht nehmen, am 1. Juni die Flotte aufzusuchen, war er doch ein paar Jahre zuvor noch engster Vertrauter der britischen Königin, seiner Schwester Sophie Charlotte. Die britischen Mannschaften empfingen den Mecklenburger Großherzog mit Salutschüssen und Paradeaufstellung.

 

Nachdem Seeheld Nelson und seine Mannen ihren Vorrat an frischem Wasser und Proviant aufgestockt und sich von der Schlacht erholt hatten, verließen sie den gastfreundlichen Warnemünder Hafen am 8. Juni 1801.

 

Vermutlich wird der Admiral auch einen Abstecher nach Heiligendamm unternommen haben. Im Haus Grand Hotel des Ensembles jedenfalls erinnert noch heute eine Bar namens Nelson an den berühmten Seehelden.

 

Quellen und Links:

F. Barnewitz: Geschichte des Hafenortes Warnemünde, Rostock 1925

 
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