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Ein Vorpommer boxt sich durch
Legendärer Faustkämpfer bleibt der Heimat verbunden
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Er kämpft sich bis ganz nach oben – in allen Klassen! Geboren ist der Profiboxweltmeister Max Schmeling in dem 150-Seelen-Örtchen Klein Luckow im Osten Mecklenburg-Vorpommerns.

Er trägt von 1930 bis 1932 den Weltmeister-Titel im Schwergewicht. In 70 Profikämpfen errang er 56 Siege und musste zehn Niederlagen einstecken. Viermal verließ er den Ring nach einem Unentschieden.

1936 macht der Champion Schmeling Schlagzeilen, als er den „braunen Bomber“ Joe Louis 1936 im Ring besiegt. Der Amerikaner gilt als unschlagbar, doch der Vorpommer trifft ihn in der zwölften Runde so hart, dass er zu Boden geht. Ein sensationeller Erfolg für „Maxe“! Privat tragen die Kontrahenten keine Machtkämpfe aus. Im Gegenteil: Sie verbindet eine enge Freundschaft. Louis ist Schmeling bei der Revanche überlegen, dennoch halten die Sportler den Kontakt, der deutsche Profi unterstützt seinen amerikanischen Freund später sogar finanziell – sogar über seinen Tod hinaus: Als Louis 1981 stirbt, übernimmt Schmeling einen Teil der Begräbniskosten.

Der Zweite Weltkrieg bringt auch Schmeling um seinen Besitz. 1948 beendet er seine aktive Laufbahn. Sein sportlicher Ehrgeiz und ein befreundeter Amerikaner helfen dem Boxer aber wieder auf die Beine und er betreibt in Hamburg die Generalvertretung Norddeutschland für Produkte aus dem Coca-Cola-Konzern. Anstand, Mitgefühl und Bescheidenheit, die er sich während und nach seiner Karriere bewahrt, machen ihn schon zu Lebzeiten weltweit zur Legende. Die Stadt Los Angeles erkennt dem Boxer sogar die Ehrenbürgerschaft zu.

Der sanfte Faustkämpfer fühlt sich nicht nur seinem Ringkonkurrenten, sondern auch seinem Heimatort verbunden – sogar über seinen Tod hinaus. Die Max-Schmeling-Stiftung finanziert eine Betreuerstelle in der Kirchgemeinde Blumenhagen. Eine Frau versorgt noch heute bedürftige Menschen in der Region von der Unterstützung der Boxlegende.

Zu Schmelings 101. Geburtstag am 28. September 2006 setzte das vorpommersche Dorf Klein Luckow seinem Ehrenbürger einen Gedenkstein. Mit sozialem Engagement und Fair-Play erkämpfte sich der Boxer auch außerhalb des Rings einen Meistertitel – in der Heimat wie in Amerika.

Quellen und Links:
Amt Uecker-Randow-Tal
MVregio

www.schnitzerei-steimer.de

 

Foto:

Gedenkstein vor dem Geburtshaus Max Schmelings in Klein Luckow

Broncebüste von Falko Steimer

(Foto: Steimer)

 
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